Frühling
Herzliche Einladung!

Die Auftakt- und Infoveranstaltung zum „Bürgerdialog Zukunft Bäder“ findet am 25. Oktober um 19.00 Uhr in der Stadthalle statt.

An diesem Abend wird auch die Online-Plattform Polit@ktiv – www.metzingerbaeder.de – freigeschaltet.



Bürgerdialog Zukunft Bäder Auftaktveranstaltung

Stadtnachricht

Bürgerdialog: "Zukunft Bäder" -Einladung zur Auftaktveranstaltung am 25. Oktober 2017


Metzingen startet „Bürgerdialog Zukunft Bäder“
Drei Standortvarianten stehen zur Diskussion
Gemeinderat will sich bei seiner Entscheidung von der Bürgerschaft beraten lassen

 
Das lange Warten hat ein Ende. Die Bäder stehen jetzt ganz oben auf der politischen Tagesordnung in Metzingen. Dazu hat der Metzinger Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag ein deutliches Signal an die Metzinger Bevölkerung geben: Die Bäder sollen bald saniert, um- oder neu gebaut werden. Für seine Entscheidung „WO“ und „WIE“ das geschehen soll, will sich der Gemeinderat von der Bürgerschaft beraten lassen. Die Metzinger Bürgerinnen und Bürger sowie verschiedene Gruppen sollen sich in einem „Bürgerdialog Zukunft Bäder“ einbringen können. Zunächst soll diskutiert werden, WO die Bäder stehen (bleiben) sollen. Hierfür kommen drei Standortvarianten in Frage:
 
Standortvariante 1: „Beide Bäder bleiben, wo sie sind.“
(Generalsanierung Hallenbad und Generalsanierung/Neubau Freibad an den jetzigen Standorten)
 
Standortvariante 2: „Aus 2 Bädern mach 1 am Bongertwasen.“
(Neubau eines Kombibades am Standort Bongertwasen)
 
Standortvariante 3: „Hallenbad bleibt, Freibad kommt an Bongertwasen.“
(Generalsanierung des Hallenbads am jetzigen Standort, Neubau des Freibades am Standort Bongertwasen)

 
Das „WIE“ – also die Ausgestaltung der bevorzugten Standortvariante – soll dann im Anschluss an die Entscheidung des Gemeinderats in einem neuen Prozess diskutiert werden. Hierbei sollen die Bürgerinnen und Bürger sowie die verschiedenen Gruppen erneut beteiligt werden.
 
„Wir haben im Vorfeld noch viel mehr Varianten diskutiert und geprüft“, sagt Giancarlo Bragagnolo, Technischer Leiter der Stadtwerke und verantwortlich für den Betrieb der Bäder. Hierbei habe man zunächst auf die in den letzten Jahren gesammelten Vorschläge und Ideen zurückgegriffen. Beispielsweise auf den Vorschlag, das Freibad oder ein Kombibad im Bereich des Schulzentrums Neugreuth zu bauen. „Für diesen Vorschlag sprechen zwar sehr viele Argumente, allerdings besitzt die Stadt hier fast keine Grundstücke“, so Bragagnolo. Die Erfahrung zeige, dass es beim notwendigen Grundstückserwerb sehr wahrscheinlich zu einem langen Verhandlungsmarathon mit den Eigentümern kommen könnte. Mit ungewissem Ausgang.
 
„Der technische Zustand der Bäder lässt ein nochmaliges Vertagen nicht zu“, sagt Bragagnolo. Das Betriebsausfall-Risiko wolle niemand in Kauf nehmen, zumal die Entscheidung „Zukunft der Bäder“ schon seit langem auf der Tagesordnung stehe. Sie musste aber wegen unvorhersehbarer Ereignisse gleich zweimal verschoben werden. Zunächst im Zuge der globalen Finanzkrise 2009. Und zuletzt 2013 durch die extrem großen Hagelschäden, für deren Beseitigung alle personellen und finanziellen Ressourcen benötigt wurden. Unter anderem für die Wiederherstellung der öffentlichen Gebäude wie beispielsweise der Sieben-Keltern-Schule sowie der Alten Turnhalle.
 
Auch ein Kombibad am Standort des jetzigen Freibades ist ausgeschlossen. „Der Platz wäre sehr knapp bemessen gewesen“, sagt Bragagnolo. Wenn man sich je dazu entschließe, neu zu bauen, dann sollte man auch Entwicklungsflächen für die Zukunft mit einplanen. Und das sei am jetzigen Freibadstandort nicht gegeben. Der Grund: Rechts und links der städtischen Grundstücke befinden sich bereits bebaute Grundstücke von Unternehmen.
 
„Die Entscheidung über die Zukunft unserer Bäder ist eine extrem wichtige Entscheidung“, sagen unisono Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler und die Finanzbürgermeisterin Carmen Haberstroh, in deren Dezernat die Bäder angesiedelt sind. Deshalb sind auch beide froh, dass es nun endlich losgeht. Und dass sich der Gemeinderat in einer Klausurtagung einstimmig für einen Bürgerdialog ausgesprochen hat.
 
„Wir haben uns gemeinsam drei Ziele gesetzt“, informieren beide: „Erstens wollen wir mit unserer Entscheidung über die Zukunft der beiden Bäder eine möglichst große Schnittmenge aller Interessen erzielen. Zweitens wollen wir für die Metzingerinnen und Metzinger einen Zugewinn an Qualität des Sport- und Freizeitangebotes erreichen. Und drittens wollen wir Metzingens Bäder fit für die Zukunft machen. Nicht nur für die nächsten fünf bis zehn Jahre, sondern mindestens für 40 bis 50 Jahre - für die übliche technische „Lebensdauer“ eines Bades.“
 
Frei- und Hallenbäder sind für das Zusammenleben einer Stadtgemeinschaft wichtig. Und sie werten die Attraktivität eines Lebens- und Wirtschafsstandorts auf. Das sei auch in Metzingen so: „Die Metzinger Bäder sind - mit durchschnittlich 140.000 Besuchern pro Jahr - die am meisten genutzten öffentlichen Einrichtungen der Stadt“, informiert Giancarlo Bragagnolo. Sowohl das Hallenbad als auch das Freibad würden vielfältig genutzt, von Jung bis Alt, Menschen mit und ohne Handicap, Schulen und Vereinen, Metzinger Bürgerinnen und Bürgern sowie von Menschen aus der näheren Umgebung. „Auch Urlauber und Gäste statten den Bädern während ihres Aufenthalts einen Besuch ab“, so Bragagnolo.
 
„Wir sind uns alle gemeinsam dieser Verantwortung sehr bewusst“, sagt Carmen Haberstroh, zumal in der bisherigen Diskussion der letzten Jahre unterschiedliche sowie teilweise gegensätzliche Interessen und Sichtweisen geäußert worden seien. Unterschiedliche Interessen und Sichtweisen habe es auch beim G&V-Areal gegeben, sagt Oberbürgermeister Fiedler. Der Bürgerdialog dort habe ihm eindrucksvoll gezeigt, wie hilfreich und konstruktiv es sein könne, wenn das lokale Wissen sowie die Expertise der Bürgerinnen und Bürgern in eine Entscheidung einbezogen werden. Beispielhaft nennt er die zentrale Tiefgarage, die nun sowohl für die Bürgerschaft als auch für den Investor einen deutlichen Mehrwert bringt. „Die hatte vor dem Bürgerdialog weder die Stadtverwaltung noch der Investor auf dem Schirm“, so Fiedler.
 
Damit möglichst viele Menschen sich eine eigene Meinung bilden, zu Wort kommen sowie sich einbringen können, soll erstmals in Metzingen auch eine Internet-Plattform für den Bürgerdialog genutzt werden. Das freut den OB besonders: „Schon beim „Bürgerdialog G&V-Areal“ waren wir für viele andere Kommunen Vorbild.“ Viele Kolleginnen und Kollegen anderer Städte hätten ihn darauf angesprochen und möchten die Erfahrungen aus Metzingen für ihre Kommunen nutzen.
 
Die Idee, eine Internet-Plattform zu nutzen, kam nicht von ungefähr. „Wir wollten, dass die Vielzahl an Informationen, Ideen und Gutachten, die in den letzten Jahren gesammelt worden sind, als Mehrwert und Ausgangsbasis in den Prozess eingebracht werden“, so die Finanzbürgermeisterin. Beispielhaft zählt sie die vielen konstruktiven und kreativen Ideen, Ausarbeitungen und Befragungen des Zukunftsteams Stadtentwicklung und der Bürgerarbeitsgruppe AktivPark, die Sammlung von Argumenten der Gemeinderätinnen und Gemeinderäte aus der Klausurtagung sowie diverse Gutachten, Analysen und Statistiken auf.
 
Auf der Internet-Plattform Polit@ktiv können zeitgleich alle Ideen, Meinungen und Argumente der Bürgerinnen und Bürger gesammelt werden. Auch von denjenigen, die nicht internetaffin sind: Dafür wird zusätzlich die Möglichkeit eröffnet, Ideen, Meinungen und Argumente auf Postkarten und an einem Wochenmarktstand mitzuteilen. Die Internet-Plattform wird von der HIT Service GmbH moderiert. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Tübinger Integrata-Stiftung, deren Stiftungsziel unter anderem die Gestaltung von Beteiligungsprozessen ist.
 
Ein sehr wichtiger Bestandteil des Konzeptes „Bürgerdialog Zukunft Bäder“ ist auch die persönliche Beteiligung. „Uns ist es sehr wichtig, dass die Experten und Gruppen, die sich bereits in den vergangenen Jahren eingebracht haben oder die stark von der Entscheidung tangiert werden, bei der Entscheidung ihr lokales Wissen und ihre Expertise beratend einbringen können. Ich denke da beispielsweise an Schulen und Vereine,“ sagt die Finanzbürgermeisterin. Auch sollen sich Bürgerinnen und Bürger einbringen können, die bisher nicht zu Wort gekommen sind oder sich nicht zu Wort gemeldet haben, weil sie beispielsweise keiner Gruppe angehören. „Für diese Art der Beteiligung haben wir uns für eine Konsensus-Konferenz im Anschluss an die Internetbeteiligung entschieden“, ergänzt der Oberbürgermeister. In der Konsensus-Konferenz arbeiten 20 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger eine Empfehlung für den Gemeinderat aus. Sie werden dabei von Experten und Gruppen unterstützt.
 
Das Konzept „Bürgerdialog Zukunft Bäder“ wurde in den vergangenen Monaten in einer Arbeitsgruppe entwickelt. Sie bestand aus Vertretern der Gemeinderatsfraktionen, der Bürgermeisterebene, Mitarbeitern der Verwaltung und der Bäder. Beratend standen dabei das schon aus der G&V-Bürgerbeteiligung bekannte Büro GRiPS (Gesellschaft für intelligente Projektsteuerung) sowie HIT (eine Tochtergesellschaft der Integrata-Stiftung aus Tübingen) beiseite. Sie werden auch den weiteren Prozess begleiten.
 
Die Auftakt- und Infoveranstaltung zum „Bürgerdialog Zukunft Bäder“ findet am 25. Oktober um 19.00 h in der Stadthalle statt. An diesem Abend wird auch die Online-Plattform Polit@ktiv – www.metzingerbaeder.de – freigeschaltet.
Download
^
Download

  • Stadtverwaltung Metzingen
  • Stuttgarter Straße 2-4
  • 72555 Metzingen
  • Telefon: 0 71 23 / 9 25 - 0
  • stadt@metzingen.de
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren OK