Umgang mit der Coronapandemie in Kindertagesstätten


Nachdem seit dem 29. Juni der sogenannte „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“ in den Kindertageseinrichtungen läuft, kann insgesamt zunächst ein positives Fazit gezogen werden.
 
Zwar haben krankheitsbedingte Personalausfälle in einigen Einrichtungen dazu geführt, dass Öffnungszeiten zeitweise reduziert werden mussten. Wir hatten aber bislang keinen positiven Coronatest von Kindern oder Fachkräften von Kindertagesstätten zu verzeichnen.
 
Wir hoffen auf die Vernunft aller Beteiligten, dass dies auch bis zum Ferienbeginn der Einrichtungen am 17. August so bleibt. Allerdings bereiten uns die aktuell steigenden Fallzahlen Sorgen. Es ist nicht auszuschließen, dass im Herbst auch eine Metzinger Kindertagesstätte sich mit den Folgen einer bestätigten Infektion beschäftigen muss.
Mittlerweile haben das Ministerium für Soziales und Integration und das Landesgesundheitsamt auch Informationen zum Umgang mit Krankheits- und Erkältungssymptomen in Kindertageseinrichtungen und eine Vorgehensweise im Falle einer Infektion herausgegeben. Die Metzinger Kindertageseinrichtungen werden sich selbstverständlich an diese empfohlene Vorgehensweise halten.

Folgende Aussagen sind dabei wichtig:
  • Die Einschätzung, ob ein Kind krank ist, treffen grundsätzlich die Eltern. Wenn Kinder aber offensichtlich krank in die Einrichtung gebracht werden oder während der Teilnahme im Betrieb der Kindertageseinrichtung erkranken, kann die Einrichtung die Abholung veranlassen.
  • Alle beschriebenen Symptome (Fieber, Husten, Störung des Geschmacks- oder Geruchssinn) müssen akut auftreten. In diesem Fall gilt ein Besuchsverbot für die Kindertageseinrichtung. Symptome einer bekannten chronischen Erkrankung sind aber nicht relevant.
  • Schnupfen ohne weitere Krankheitszeichen ist ausdrücklich kein Ausschlussgrund.
  • Die Eltern entscheiden  je nach Befinden des Kindes, ob sie telefonisch Kontakt zum / zur Hausarzt / -ärztin bzw. zum / zur Kinderarzt / -ärztin aufnehmen.
  • Wird kein Kontakt zu einem/r Arzt / Ärztin aufgenommen, muss das Kind mindestens einen Tag fieberfrei und in gutem Allgemeinzustand sein, bevor es wieder in die Betreuung darf.
  • Generell gilt: Zur Wiederzulassung des Besuchs einer Einrichtung ist kein negativer Virusnachweis und auch kein ärztliches Attest notwendig. Sofern es die Kindertagesstätte im Zweifelsfall für erforderlich hält, kann sie sich eine schriftliche Bestätigung durch die Eltern vorlegen lassen, dass nach ärztlicher Aussage die Teilnahme wieder möglich ist.
  • Gesunde Geschwisterkinder dürfen die Kindertageseinrichtung uneingeschränkt besuchen, sofern sie keiner Quarantäne durch das Gesundheitsamt unterliegen.
  • Bei einem positiven Testergebnis sind die Vorgaben des Gesundheitsamtes zu beachten.
 
Wenn ein Kind Kontakt zu einer nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Person hatte und seit dem Kontakt noch nicht 14 Tage vergangen sind (z.B. innerhalb der Haushaltsgemeinschaft), darf es die Kindertagesstätte zunächst nicht mehr betreten. In diesem Fall müssen die Eltern mit dem Gesundheitsamt Kontakt aufnehmen, das über die weiteren Schritte entscheidet.
 
Sollte es sich herausstellen, dass trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Kind oder ein/e Beschäftigte/r mit einer Coronainfektion die Einrichtung betreten hat, müssen wir sofort das Gesundheitsamt in Reutlingen informieren. Das Gesundheitsamt entscheidet dann über die weiteren Maßnahmen, die auch eine Schließung einer Gruppe oder auch der gesamten Kindertageseinrichtung beinhalten können.
 
Das Gesundheitsamt entscheidet dann auch darüber, in welchem Umfang und in welcher Form Tests auf das Coronavirus durchgeführt werden. Die Tests selbst werden von der kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg organisiert.
 
Bei der Anzahl der Beteiligten ist eine gute Kommunikation notwendig. Deshalb ist es wichtig, dass alle Kontaktdaten von den Eltern vorliegen. Um schnell informieren zu können, ist es hilfreich, wenn die Eltern ihre E-Mail-Adresse der Einrichtung zum Zwecke der Information zur Verfügung stellen. Sollte ein Kind die Einrichtung kurzfristig nicht besuchen können, muss die Einrichtung darüber informiert werden. 
 
Für den Start in das neue Kindergartenjahr am 7. September 2020 muss wieder eine aktuelle Gesundheitsbestätigung vorliegen. Bitte füllen Sie das Formular aus, dass Sie über Ihre jeweilige Einrichtung erhalten haben,  und bringen Sie dies zum ersten Besuchstag nach den Ferien mit. Ohne die Gesundheitsbestätigung kann keine Betreuung Ihres Kindes erfolgen.
 
Bitte beachten Sie auch, dass es nach der Rückkehr aus einigen Reiseländer Beschränkungen gibt. So muss eine 14-tägige Quarantänezeit eingehalten werden oder ein aktuelles (nicht älter als 48 Stunden) negatives Testergebnis vorgelegt werden. Aktuell gilt dies für Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Luxemburg, Nordmazedonien, Russische Föderation, Serbien, Teile der Türkei und für viele außereuropäische Staaten. Da sich die Liste ständig ändern kann, bitten wir Sie im Falle einer Auslandsreise sich darüber zu informieren, ob das Reiseland bei Ihrer Rückkehr zu den betroffenen Ländern zählt. Die Liste können Sie unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html abrufen. In jedem Fall müssen Sie zum Ordnungsamt Metzingen Kontakt aufnehmen (Tel. 07123/925-202). 
 
Kontaktdaten für Fragen:
Peter Nißle, E-Mail: p.niss­[email protected]­zin­gen.de, Tel 925-330
Christiane Rupnow-​​En­ge­wald, E-Mail: c.rupnow-​​en­ge­[email protected]­zin­gen.de,  Tel. 925-15
Simone Hei­le­mann, E-Mail: s.hei­le­[email protected]­zin­gen.de,  Tel. 925-318