Erdgasspürer unterwegs


Im Auftrag der Stadtwerke werden 95 Kilometer Gasleitung überprüft
 
Vom 23. April bis zum 10. Mai ist er wieder in Sachen Sicherheit unterwegs – der Rohrnetzüberprüfer der Stadtwerke Metzingen. In Zusammenarbeit mit einer Fachfirma werden im gesamten Stadtgebiet Erdgasleitungen samt Hausanschlüsse von der Straße bis an die Gebäude überprüft. Für diese Arbeiten ist ein freier Zutritt zu den privaten Grundstücken notwendig. Der Mitarbeiter der Fachfirma weist sich dazu mit seinem Dienstausweis aus.

Rund 95 Kilometer Gasleitungen sind in Metzingen vergraben und versorgen knapp 3500 Hausanschlüsse. Im regelmäßigen Turnus von zwei Jahren werden diese Leitungen von einer Spezialfirma auf Leckagen untersucht. Die „Auftrags-Schnüffler“ erkennt man am „Schnüffelgerät“, auch „Ionisations-Detektor“ genannt. Dieses Gerät spürt auch die kleinsten Konzentrationen von Erdgas auf: „Sind in der Umgebungsluft über der Straßenoberfläche geringste Spuren von Methan enthalten, merkt es der Detektor bereits“, so Frank Jahn, der bei den Stadtwerken für die regelmäßige Sicherheitsüberprüfung des Gasnetzes zuständig ist. Somit können sämtliche Leckagen des Rohrnetzes geortet und aufgespürt werden.
 
Trotz des gewachsenen Erdgasleitungsnetzes in Metzingen, ist die Anzahl der Lecks sehr gering. „Das liegt vor allem daran, dass wir uns einen hohen Sicherheitsstandard zum Ziel gesetzt haben“, sagt Frank Jahn. „Wir kontrollieren häufiger als es gesetzlich vorgeschrieben ist. Außerdem haben wir in den vergangenen Jahren sukzessive fast das komplette Netz erneuert.“ Die wenigen vorhandenen Schäden seien auf Alterungsprozesse zurückzuführen, können aber auch bei Tiefbauarbeiten oder durch die Verkehrsbelastung entstehen. „Gas schnüffeln geht allerdings nur bei schönem Wetter“, erklärt Jahn weiter. Bei Regen sind die Poren im Erdreich, durch die das Gas an die Oberfläche strömen kann, geschlossen. Dann können auch Lecks nicht festgestellt werden.
 
Die Qualitätssicherung der Inspektionsarbeit beinhaltet Messprotokolle, in denen alle Messstellen mit Ergebnis und Koordinaten digital protokolliert sind. „Dies ist für uns der Nachweis, dass jede Leitung geprüft wurde“, betont Frank Jahn. Die Überprüfung durch die Stadtwerke endet allerdings am Gebäude. Für die Sicherheit im Gebäude ist der Hauseigentümer verantwortlich. Auch dieser muss den Zustand seiner Gasanlagen regelmäßig überprüfen. Ebenfalls aus Sicherheitsgründen dürfen an den Erdgasanlagen und Heizungen nur ausgebildete und dafür zugelassene Installateure arbeiten.

Fragen zur Überprüfung der Erdgasleitungen beantwortet Frank Jahn von den Stadtwerken Metzingen, Telefon 07123/925-255, E-Mail f.jahn@metzingen.de.