Corona-Hilfsaktion: Alle ziehen an einem Strang


Eine gemeinsame Initiative vom Deutschen Roten Kreuz, den Kirchen, den Ortschafträten und Vereinen aus Neuhausen, dem Haus Matizzo sowie der Stadt Metzingen stellt die Versorgung von Hilfsbedürftigen in der Coronakrise auf die Beine.
 
Um denjenigen zu helfen, die zurzeit keine Möglichkeit haben sich selbst mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, wird die bisherige Hilfsaktion des DRK deutlich erweitert und auf viele helfende Schultern verteilt. Bereits in der vergangenen Woche war die Aktion angelaufen. Jetzt kommen zum Rotkreuz auch die evangelisch-methodistische Kirche, der Neuhäuser Ortsvorsteher Günter Hau und sein Stellvertreter Klaus Rümmelin sowie das Haus Matizzo hinzu. Unterstützt wird die Aktion auch von der Stadtverwaltung Metzingen.
 
Das Prinzip bleibt wie gehabt: Hilfsbedürftige Bürgerinnen und Bürger können sich unter der Telefonnummer 07123/9727585 melden und eine Bestellung mit Lebensmitteln oder Medikamenten aufgeben. Neu ist, dass die Nummer nicht nur freitags, sondern nun auch dienstags von 9 bis 12 Uhr erreichbar ist. Die eingegangenen Bestellungen werden an das Kaufland in Metzingen weitergegeben, wo am Morgen des folgenden Tages die Ware abgeholt und ab 9 Uhr mit den entsprechenden Lieferscheinen an die Hilfsbedürftigen ausgefahren wird.
 
Für die Versorgung der hilfsbedürftigen Menschen arbeiten ab sofort nicht nur die Ehrenamtlichen vom DRK, sondern auch Teams von der evangelisch-methodistischen Kirche rund um Bernd Schwenkschuster und Andreas Salzer und von der evangelischen Kirche in Neuhausen um Pfarrer Jörg Sautter. Genauso organisieren der Neuhäuser Ortsvorsteher Günter Hau und sein Stellvertreter und Gemeinderat Klaus Rümmelin Helferteams aus der Vereinsgemeinschaft „Neuhäuser Vereine“ und Bürgerschaft. Ebenso ist das Haus Matizzo mit seinem etablierten Fahrdienst mit an Bord.
 
„Wir liefern den Leuten ihre Bestellungen an die Haustür, betreten die Wohnungen aber nicht“ so der Metzinger DRK-Bereitschaftsleiter Daniel Schnell. Die notwendigen Hygienestandards werden auch bei der Bezahlung eingehalten. Wer mit Bargeld zahlen möchte, muss es in einem Briefumschlag bereitstellen. Andernfalls kann per Überweisung oder mit der EC-Karte gezahlt werden. Die Helferinnen und Helfer haben spezielle Kartenlesegeräte, bei denen kein direkter Kontakt notwendig ist. Bei amtlich bestätigten Quarantänefällen gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Ortspolizeibehörde Metzingen.
 
Zudem wird darauf geachtet, dass die Helferinnen und Helfer bestmöglich geschützt sind. Neben Schutzkleidung gehört dazu auch die Trennung von Teams. Jedes Team arbeitet getrennt von den anderen, sodass es keinen direkten Kontakt gibt.
 
Wichtig ist, dass die Hilfsaktion von vielen helfenden Schultern aus den unterschiedlichen Organisationen und Bereichen getragen wird. So macht auch das Haus Matizzo weiterhin seinen Fahrdienst für wirklich notwendige Fahrten mit freiwilligen Helferinnen und Helfern. Wer bislang schon den Fahrdienst des Hauses Matizzo in Anspruch genommen hat, soll sich deshalb auch weiterhin dort melden. Alle anderen Hilfsbedürftigen sollen sich bei der zentralen Telefonnummer des DRK melden.
 
Im Moment gibt es insgesamt ausreichend Helferinnen und Helfer, allerdings kann sich das auch wieder ändern – je nachdem, wie sich die Situation in den nächsten Tagen und Wochen entwickelt.
 
Auch die Stadtverwaltung Metzingen begrüßt und unterstützt die Hilfsaktion ausdrücklich. „Ich finde es großartig, wie sich unsere Bürgerinnen und Bürger in dieser für alle außerordentlich schwierigen Zeit gegenseitig unterstützen und helfen. In der Krise zeigt sich, dass wir alle zusammenhalten. Ganz herzlich danke ich den Initiatoren und allen Helferinnen und Helfern bei dieser Aktion. Wir sind dankbar und stolz für diese Hilfsbereitschaft in Metzingen, Neuhausen und Glems“ so Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler.