"Das bringt richtig was" - Zwischen Metzingen und Riederich wurde der Hochwasserschutz verbessert


Mit einer neuen Flutmulde am Stettertbach – auch bekannt als Riederichbach oder Brühlwiesenbach – soll der Hochwasserschutz im Metzinger Industriegebiet Längenfeld und in der Gemeinde Riederich deutlich verbessert werden. Gemeinsam haben die Stadt Metzingen, die Gemeinde Riederich, das Regierungspräsidium Tübingen mit Unterstützung durch das Landratsamt Reutlingen rund 1.000 Kubikmeter zusätzlichen Retentionsraum geschaffen, um Schäden durch mögliche Hochwasser zu vermindern.
 
Dabei wurde an der Bundesstraße 312 auf Höhe der Anschlussstelle Nordtangente in Metzingen ohnehin gebaut. Hier entstand in den vergangenen Wochen je eine neue Einfädelspur in Fahrtrichtung Stuttgart bzw. Reutlingen von der Nordtangente kommend auf die B 312. Als Ausgleich für den durch den Ausbau verloren gegangenen Rückhalteraum im Überschwemmungsgebiet wurde eine Retentionsmulde geplant. Mit rund 300 Kubikmetern Fassungsvermögen war diese aber zunächst noch deutlich kleiner geplant. Allerdings war sowohl in Metzingen als auch in Riederich bekannt, wie stark der Stettertbach an dieser Stelle bei Hochwasser oder Starkregen anschwellen kann. Bereits im Jahr 2017 hatte man hierzu genaue Untersuchungen durchgeführt. So war die gemeinsame Idee für eine deutlich größere Flutmulde schnell geboren. Die Begebenheiten vor Ort machten es möglich, dass diese Idee auch bald in die Tat umgesetzt werden konnte. „Gemeinsam haben wir hier etwas auf die Beine gestellt, das mit verhältnismäßig wenig Aufwand eine umso größere Wirkung für den Schutz der Menschen vor Hochwasser hat. Es ist einfach klasse, wie hier alle an einem Strang gezogen haben“, betonte Metzingens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler beim Vor-Ort-Termin.
 
Da der Stettertbach im Maienwald südwestlich von Metzingen entspringt und erst fast acht Kilometer weiter in Riederich in die Erms mündet, hat das unscheinbar wirkende Gewässer vor allem auf Riedericher Gemarkung in den vergangenen Jahren schon zu erheblichen Überschwemmungen und Schäden geführt. Darum zeigte sich auch Riederichs Bürgermeister Tobias Pokrop sichtbar erfreut über die neue Flutmulde. „Wir hoffen zwar alle, dass wir sie nie wirklich brauchen werden, aber wir sind froh sie zu haben“, brachte es Pokrop auf den Punkt.
 
Die Kosten für den Bau liegen bei rund 103.000 Euro. Getragen werden sie je zur Hälfte von den beiden Gemeinden. Das Grundstück stellte die Stadt Metzingen zur Verfügung.
 Bild Flutmulde