Flyer jetzt auch online: Vorsicht bei der Wiesenmahd


Jedes Jahr fallen in Deutschland hunderttausende Jungtiere wie Rehkitze und junge Feldhasen den frühen Wiesenmahden, also Mäharbeiten, zum Opfer. Gerade jetzt, wenn die Mahd ansteht, befinden sich auch viele Wildtiere in der Brut- und Setzzeit. Um sie vor anderen Tieren zu schützen, werden die Jungtiere ins Gras gesetzt. Dort verstecken sie sich und laufen bei Gefahr auch nicht weg, sondern ducken sich instinktiv noch tiefer in ihr Versteck. Genau das hilft oftmals gegen den Fuchs, wird ihnen bei Mäharbeiten aber häufig zum Verhängnis. Doch nicht nur für Jungtiere kann die Wiesenmahd zur Gefahr werden. Geraten die toten Tiere ins Heu und in die Silage, kann das zu Vergiftungserscheinungen, Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten bei Milchvieh und Pferden führen.

Dabei lassen sich solche Verluste leicht verhindern, wenn ein paar einfache Hinweise beachtet werden. Werden Wildtiere rechtzeitig gewarnt, bringen sie ihre Jungtiere aus der Gefahrenzone bevor es brenzlig wird. Was genau es zu beachten gilt, kann in einem Informationsflyer nachgelesen werden, den es ab sofort auch online gibt.

Hier finden Sie den Informationsflyer als pdf-Datei. 

Seit ein paar Jahren gibt es auch die Möglichkeit, Wiesen, Äcker und Felder mit Drohnen befliegen zu lassen, die mit hochauflösenden Wärmebildkameras ausgestattet sind. Mit dieser Methode konnten schon sehr viele Tiere in Sicherheit gebracht werden.

Besonders wichtig ist auch, dass Landwirte und Lohnunternehmer nach dem Tierschutzgesetz verpflichtet sind, bei der Mahd Tötungen und Verletzungen von Wildtieren zu vermeiden. Erfolgt dies nicht, liegt sogar eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes vor, die mit Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden kann. Aber auch die Hundehalterinnen und Hundehalter müssen besondere Vorsicht walten lassen. Keinesfalls dürfen Hunde gerade jetzt frei über Felder und Wiesen laufen. Leider kommt es immer wieder vor, dass Hunde wildern, wenn ihr natürlicher Jagdtrieb geweckt wird. Totgebissene oder verletzte Rehkitze sind das Ergebnis.