Stadt trauert um Artur Münster


Dieser Tage erreichte die Stadtverwaltung Metzingen die traurige Nachricht, dass Artur Münster am 12. Juli 2021 verstorben ist. Damit verliert die Stadt Metzingen eine Persönlichkeit, die sich mit der Partnerschaft zwi­schen Noyon und Metzingen große Verdienste um die deutsch-französische Aussöhnung erworben hat.

Artur Münster wurde im April 1936 in Großpetersdorf im Sudetenland geboren. Infolge der Vertreibung kam die Familie nach Baden-Württemberg. Artur Münster studierte an der Universität Tübingen und ergriff den Beruf des Gymnasiallehrers mit den Fächern Mathe, Physik und Sport. In Tübingen lernte er seine Frau Ilse kennen, die ebenfalls Gymnasiallehrerin war. 1964 kam das Lehrerehepaar nach Metzingen und unterrichtete mehr als 30 Jahre lang am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium. In den 1970er Jahren engagierten sich die beiden stark im damals ins Leben gerufenen Schüleraustausch mit dem Lycée Calvin in Noyon und begleiteten immer wieder Schülergruppen des Metzinger Gymnasiums nach Frankreich zu Besuchen in Noyon. So entstanden nach und nach zahlreiche Verbindungen zu dieser Stadt, die schließlich in der 1979 besiegelten offiziellen Partner­schaft zwischen Noyon und Metzingen mündeten.

Artur und Ilse Münster übernahmen in den folgenden beiden Jahrzehnten die Rolle der ehrenamtliche Partnerschaftsbeauftragten, wobei sich Artur Münster vor allem um die Kontaktpflege kümmerte und seine Frau durch ihre ausgezeichneten Französisch­kenntnisse eine wichtige Stütze in der Kommunikation war. 1980 wurde Artur Münster zusammen mit dem damaligen Bürgermeister Eduard Kahl die Ehrenbürgerschaft der Stadt Noyon verliehen. 20 Jahre lang, bis zu ihrem Ausscheiden 1999, hielten Artur und Ilse Münster die Fäden der deutsch-französischen Partnerschaft in der Hand und wirkten an zahlreichen Begegnungen der Menschen der beiden Partnerstädte Noyon und Metzingen mit.

Die Stadt trauert um den Verstorbenen und ihre tiefe Anteilnahme gilt den Angehörigen.