Neuer Glanz für die Bindhof-Scheune


Wer einen Oldtimer fahren will, hat in der Regel viel Geschäft mit der Pflege und Instandhaltung. Aber es lohnt sich - das weiß jeder, der einmal mit Herzblut Altes restauriert hat. So ähnlich geht es auch der Stadt Metzingen mit dem Bindhof in Neuhausen. Das Gebäude stammt immerhin aus dem Jahr 1532. Und weil fast 500 Jahre auch am besten Mauerwerk nicht spurlos vorbeigehen, wird der Bindhof samt seiner Nebengebäude von der Stadtverwaltung Metzingen regelmäßig in Schuss gehalten. Erst kürzlich standen wieder Sanierungsarbeiten an – diesmal war der hoch aufragende historische Ostgiebel der Scheune dran.

Sanierung mit viel Liebe fürs historische Detail

Zuständig für diese spannende, wenn gleich nicht ganz einfache Aufgabe ist der Fachbereich Hochbau und Gebäudemanagement der Stadt Metzingen. In enger Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt wurden im Sommer dieses Jahres zuerst die Schäden an der hölzernen Fachwerkkonstruktion begutachtet. Nachdem klar war, was zu tun ist, ging es buchstäblich ran ans (Fach-)Werk. So wurden Holzoberflächen wo notwendig ausgetauscht, Schutzbretter angebracht, um sensible Bereiche vor Witterungseinflüsse zu schützen und reiner Kalkmörtel verwendet, um Ablösungen am Putz und Schäden am Fachwerk auszubessern. Die Kosten für die jetzige Sanierung liegen bei rund 20.000 Euro.

Metzinger Handwerker kennen sich aus

„Die Erhaltung unserer historischen Gebäude ist ein wichtiger Teil unserer ständigen Arbeit. Wir sind daher froh, dass unsere örtlichen Handwerksbetriebe so gut aufgestellt sind und sich in den alten Techniken und Materialien noch sehr gut auskennen.“ so Jacqueline Lohde, Erste Bürgermeisterin der Stadt Metzingen. Das gilt natürlich auch für das fast 500-jährige Gebäudeensemble in Neuhausen. Der Bindhof und seine Nebengebäude werden deshalb zyklisch von der Stadtverwaltung akribisch auf Schadstellen untersucht. Im Mittelpunkt stehen dabei regelmäßig der Zustand der Hölzer und Holzverbindungen sowie der Putzoberflächen.

Freilich werden bei solchen denkmalgerechten Sanierungen ausschließlich Baumaterialien verwendet, die aus dem historischen Bestand überliefert sind. Die Arbeiten am Ostgiebel der Bindhof-Scheune wurden begleitet vom Fachbereichsleiter Peter Warmboldt und Christian Stäblein, Mitarbeiter im städtischen Gebäudemanagement, sowie von Restaurator Hans-Jürgen Klose von der Werkstatt für Baudenkmalpflege aus Rot a. d. Rot. Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Zimmerei Bärmann und dem Malerbetrieb Hettich aus Neuhausen. Dank der Fachleute erstrahlt nun der beliebte „Oldtimer“ Bindhof wieder im neuen-alten Glanz.

Sanierung Bindhof Scheune