Biotopverbund in Metzingen
Pressemitteilungen
Erste Naturschutzmaßnahmen wurden umgesetzt
Die Stadt Metzingen hat gemeinsam mit den Gemeinden Riederich und Grafenberg eine Biotopverbundplanung zur Stärkung der Artenvielfalt erarbeitet. Ziel sei es, wertvolle Lebensräume für heimische Tier- und Pflanzenarten zu sichern, aufzuwerten und besser miteinander zu vernetzen. Nun wurden die ersten konkreten Maßnahmen umgesetzt, die aus den Empfehlungen des beauftragten Planungsbüros hervorgegangen sind.
Unterstützt wurde die Stadt dabei durch Mitarbeitende des Forsts, des Obstbaubetriebs und des städtischen Bauhofs sowie einen externen Landschaftspflegedienstleister. Die Finanzierung erfolgte mit Unterstützung von Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg, die über den Landschaftserhaltungsverband Reutlingen bereitgestellt werden. Die Maßnahmen werden mit 70% bezuschusst. Für die Feldheckenpflege gilt ein Fördersatz von 50%.
Ein Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf der Pflege und Entwicklung naturschutzfachlich wertvoller Flächen. Dazu gehört unter anderem das gezielte Entfernen oder Zurückschneiden von Gehölzen. Auch wenn dies auf den ersten Blick ungewohnt erscheinen mag, dienen diese Maßnahmen dem Erhalt der biologischen Vielfalt. Viele seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten sind auf sonnige, offene und strukturreiche Lebensräume angewiesen. Ohne regelmäßige Pflege würden diese Flächen zunehmend verbuschen und damit ihren ökologischen Wert verlieren.
Am südlichen Hang des Neuhäuser Hofbühls wurden Ende Oktober Gehölze entfernt, um einen lichten Wald zu entwickeln und die Verbindung zu angrenzenden Offenlandflächen wiederherzustellen. Ergänzend hierzu fand bereits in diesem Jahr eine Beweidung mit Ziegen der Ziegenfreunde Dettingen statt. Diese Beweidung soll künftig fortgeführt werden.
Auch in Glems wurden Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt umgesetzt. Zwei verlandete Tümpel wurden wiederhergestellt, indem Gehölze entfernt und Sedimente ausgebaggert werden. Dadurch entstanden erneut geeignete Laichgewässer für Amphibien. Gleichzeitig wurde die Grundlage für die Entwicklung eines ökologisch wertvollen Feuchtwiesenbiotops geschaffen.
Auf dem Wippberg in Metzingen begann die Pflege von Feldhecken, die abschnittsweise „auf den Stock“ gesetzt werden. Dabei wurden die Gehölze stark zurückgeschnitten, um ihre langfristige Vitalität und Strukturvielfalt zu erhalten. Die Hecken treiben anschließend wieder aus und bilden sowohl dichte Rückzugsräume im unteren Bereich als auch lichte Strukturen im oberen Bereich. Feldhecken zählen zu den artenreichsten Lebensräumen der Kulturlandschaft und können Lebensraum für bis zu 900 Tierarten bieten.
Mit den Maßnahmen macht die Stadt Metzingen einen wichtigen Schritt zur Umsetzung des Biotopverbunds und leistet gemeinsam mit ihren Partnerkommunen einen aktiven Beitrag zum Schutz der heimischen Artenvielfalt. Weitere Informationen zur Biotopverbundplanung sind auf der Homepage der Stadt Metzingen abrufbar unter https://www.metzingen.de/biotopverbundplanung
Umweltberatung
Fachbereich 5.1 - Stadtplanung