Fast 3 % des Metzinger Gesamtstrombedarfs wird derzeit durch Strom gedeckt, der von den im Stadtgebiet installierten Fotovoltaikanlagen erzeugt wird. Dieser Anteil ließe sich um ein Vielfaches erhöhen, wenn mehr geeignete Dachflächen von Bürgern und Firmen zur Stromerzeugung genutzt würden.

Um den Bürgern den ersten Schritt zur Solaranlage zu erleichtern, wurde in einer Untersuchung das solare Potential für alle Metzinger Dächer ermittelt.

Mit Hilfe eines neu entwickelten Rechenmodells wurde auf der Grundlage topografischer Karten und Laserscandaten der Solarertrag für jedes Hausdach berechnet. Die Karte zeigt anhand der Luftbilder, ob ein Hausdach aufgrund von Lage, Ausrichtung und Dachneigung für die solare Nutzung besonders geeignet ist. Die dargestellten Informationen haben orientierenden Charakter, vor einer konkreten Maßnahme sollte eine genaue Erhebung der Situation vor Ort erfolgen. Dabei sind insbesondere das Alter, die Beschaffenheit und die Statik des Daches, die Beschattung durch Bäume, Masten, Antennen, bauordnungs-rechtliche Gesichtspunkte, Belange des Denkmalschutzes u. a. zu berücksichtigen.

Als sehr gut geeignet eingestuft sind in Metzingen z.B. die Häuser im Birkenweg, Kanalstraße, Weidenstraße, Rühestraße, Schwalbenring und Eninger Straße.

Weitere Auskünfte zu Fotovoltaikanlagen, z.B. zur Leistung der am Markt angebotenen Module, zu Firmen, welche Solaranlagen anbieten, Förderprogrammen, steuerlichen Regelungen erteilt der Umweltberater Wolfgang Zimmermann.